Die 10 besten Tauchplätze in der Türkei
Die Türkei ist eines der am meisten unterschätzten Tauchziele des Mittelmeers. Mit über 7.000 Kilometern Küstenlinie am Mittelmeer, der Ägäis und dem Schwarzen Meer bietet sie eine Mischung aus antiken Unterwasserruinen, sauberen Felsriffen, artenreichem Meereslebens und hervorragender Infrastruktur für Taucher aller Niveaus. Die Wassertemperaturen reichen von 15 Grad im Winter bis über 28 Grad im Hochsommer, was die Saison von April bis November sehr lang macht.
1. Kaş, Lykische Küste
Kaş ist das Epizentrum des türkischen Tauchens und bietet eine dichte Konzentration exzellenter Plätze. Der bekannteste ist der Canyon — ein schmaler Felsspalt, der auf über 40 Meter abfällt und von Schwärmen aus Gabelmakrelen, Tintenfischen und Zackenbarsch bevölkert wird. Tiefe: 10–40 Meter. Sichtweite: typischerweise 20–30 Meter. Tauchbasis Aksona und Mediterranean Diving Center bieten professionell geführte Ausflüge. Open Water bis Advanced.
2. Uçansu, Kaş
Unweit von Kaş liegt die versunkene antike Stadtmauer von Uçansu — ein einzigartiger Ort, an dem Archäologie und Tauchen aufeinandertreffen. Zynische Säulen, Keramikscherben und Amphoren liegen auf dem Meeresgrund, eingebettet in Poseidoniawiesen. Tiefe: 5–18 Meter. Ideal für Fotografie und gemächliches Erkunden. Geeignet für alle Zertifizierungsniveaus.
3. Kerveli Tauchabenteuer, Samos/Kuşadası-Region
Die Gewässer zwischen Samos und der türkischen Westküste gehören zu den artenreichsten der östlichen Ägäis. Kerveli bietet Felswände mit Weichkorallen, Seepferdchen in den Poseidoniawiesen und gelegentlich Thunfisch in offeneren Bereichen. Wassertemperatur: 18–26 Grad. Sicht: 15–25 Meter. Geeignet für Open Water aufwärts.
4. Das Wrack vor Yassıada, Marmara-See
Yassıada (auch bekannt als Prinkipo Island) liegt im Marmara-Meer und birgt mehrere antike Wracks — darunter eines aus dem 7. Jahrhundert mit Amphoren, die noch in Reihen auf dem Grund liegen. Das Marmara-Meer hat kälteres Wasser (12–22 Grad) und schlechtere Sicht als das Mittelmeer, bietet aber historisch einzigartige Begegnungen. Empfohlen für Advanced Diver.
5. Ölüdeniz, Türkische Riviera
Ölüdeniz — die 'Tote See' — ist zwar als Strandparadies berühmt, bietet aber auch gehobenes Tauchen. Die Bucht selbst ist ruhig und flach, doch dahinter liegen Felsformationen bis 25 Meter Tiefe mit Felshöhlen, Makrelen und Tintenfischen. Besonders stark ist das Nachtauchen: Oktopusse, Garnelen und Muränen werden bei Taschenlampe lebendig. Saison April bis November.
6. Marmaris und der Golf von Gökova
Der Golf von Gökova zählt zu den saubersten Küstengewässern der Türkei. Die umliegenden Wälder und Nationalparks schützen das Einzugsgebiet, was sich in hervorragender Wasserqualität niederschlägt. Felsige Untiefen, Buchten mit Poseidoniawiesen und kleine Höhlen bieten vielfältige Taucherlebnisse. Tiefe: 8–28 Meter. Sicht: 20–30 Meter. Beste Zeit: Mai bis Oktober.
7. Antalya und das Wrack in der Bucht
In der Nähe von Antalya liegen mehrere von lokalen Basen betreute Wracks, darunter ein versenktes Fischereifahrzeug in rund 20 Metern Tiefe. Wracks in dieser Region sind schnell mit Weichkorallen bewachsen und beherbergen Muränen, Zackenbarsche und Schwärme von Glasfischen. Die Infrastruktur ist gut ausgebaut; Basen wie die lokale PADI-zertifizierte Tauchschule in Antalya bieten Ausrüstungsverleih und Einführungskurse.
8. Bodrum und die Wrack-Route
Bodrum ist für Tauchhistoriker besonders interessant: Das Uluburun-Wrack aus der Bronzezeit (14. Jahrhundert v. Chr.) wurde vor der Küste geborgen und gilt als einer der bedeutendsten archäologischen Unterwasserfunde des 20. Jahrhunderts. Das Original ist abgesperrt, aber lokale Führer zeigen weitere antike Fundstellen. Tiefe: 10–30 Meter. Temperatur: 18–26 Grad.
9. Side und der Hausriff vor der Stadt
Side an der türkischen Riviera bietet unmittelbares Strandriff-Tauchen mit Tiefen von 5 bis 20 Metern. Seepferdchen, Oktopusse und Rote Meerbarben sind häufige Begegnungen. Der Platz ist ideal für Einsteiger und Wiedereinsteiger. Die nahe gelegenen Ausflugsviertel haben zahlreiche Tauchbasen mit kurzen Bootsfahrten zu den besten Spots.
10. Fethiye und das Eisentor-Wrack
Vor Fethiye liegt ein schönes Trockendock-Wrack in 15–22 Metern Tiefe, das mittlerweile zu einem lebendigen Kunstriff geworden ist. Weichkorallen bedecken die Metallstruktur, und Schwärme von Feuerfischen und Blaubarsch umkreisen das Wrack. Sicht: 15–25 Meter. Geeignet für Open Water Diver.
Praktische Hinweise
Die beste Tauchaison in der Türkei läuft von Mai bis Oktober, wobei Juli und August die wärmsten Wassertemperaturen (bis 28 Grad) und die besten Sichtweiten bieten. Direkte Flüge nach Antalya, Bodrum, Dalaman und Izmir sind aus ganz Europa verfügbar. Öffne die Karte, um Tauchplätze entlang der türkischen Küste zu entdecken. Tauchbasen sind in allen großen Küstenorten gut organisiert; die meisten bieten Ausrüstungsverleih und Mehrtagespauschalten an.