← Zurück zum Blog

Die 10 besten Tauchplätze auf den Salomonen

Die Salomonen zählen zu den am wenigsten besuchten, aber taucherisch reichhaltigsten Inselgruppen des Pazifiks. Der Inselstaat liegt mitten im Korallen-Dreieck, und die Kombination aus unberührten Riffen, dichtem Wracktauchen aus dem Zweiten Weltkrieg und einer außergewöhnlichen Artenvielfalt macht ihn zu einem Geheimtipp, der sich langsam herumspricht. Sichtweiten von 30 Metern und mehr, Wassertemperaturen zwischen 27 und 30 Grad Celsius das ganze Jahr hindurch, und kaum Massentourismus — wer einmal hier getaucht ist, kehrt zurück. Öffne die Karte, um alle eingetragenen Tauchplätze der Salomonen zu erkunden.

1. Iron Bottom Sound, Guadalcanal

Die Meerenge zwischen Guadalcanal und den Florida-Inseln trägt ihren Namen zurecht: Auf dem Meeresboden liegen Dutzende Kriegsschiffe, die in den blutigen Seeschlachten von 1942 und 1943 versanken. Tiefe variieren von 20 bis über 50 Meter, weshalb viele Wracks nur für fortgeschrittene Taucher oder technische Taucher zugänglich sind. Häufig anzutreffen: Großkorallen-Bewuchs, Schwärme von Füsilieren und Riffhaie, die die Wracks als Revier beansprucht haben. Strömungen können stark sein; lokale Guides sind Pflicht.

2. Bonegi (Hirokawa Maru), Guadalcanal

Direkt vor der Küste Guadalcanals liegt die Hirokawa Maru, ein japanischer Frachter aus dem Zweiten Weltkrieg. Das Wrack beginnt in etwa 10 Metern Tiefe und fällt auf rund 40 Meter ab — damit ist es eines der zugänglichsten Großwracks der Region. Seegrasfelder an Deck, riesige Gorgonien an den Flanken und ständig präsente Adlerrochen machen den Tauchgang unvergesslich. Für Fortgeschrittene mit Open-Water-Zertifikat und Wracktauch-Erfahrung.

3. Marovo Lagoon, New Georgia

Die Marovo Lagoon ist die größte Rifflagune der Erde und seit Langem auf der UNESCO-Nominierungsliste. Unter Wasser offenbart sie ein Labyrinth aus Korallenköpfen, Höhlen und Durchgängen, durch die Strömungen Nährstoffe herantragen. Mandarin-Fische, Seepferdchen und Blauring-Oktopusse gehören zu den Highlights der Makrofotografen. Tiefen zwischen 5 und 25 Metern, Sichtweite meist über 20 Meter. Ideal für alle Zertifizierungsstufen.

4. Munda, Western Province

Munda gilt als Basis für das Tauchen im Westen der Salomonen. Unmittelbar vor dem Ort liegen Korallenriffe mit gutem Zustand, während weiter draußen Wandtauchgänge starten, die senkrecht in Tiefen von 40 Metern und mehr abfallen. Mantarochen frequentieren die Reinigungsstationen, vor allem von Oktober bis März. Strömungsreichere Plätze eignen sich für Fortgeschrittene, die ruhigeren Lagunenriffe für Einsteiger.

5. Mary Island, Makira Province

Mary Island ist ein kaum bekannter Außenposten im Süden der Salomonen, dessen vorgelagerte Riffe von kommerziellen Tauchern fast unberührt sind. Weiche Korallen bedecken steile Wände, Weißspitzen-Riffhaie patrouillieren in Rudeln, und gelegentlich kreuzen Buckelwale auf ihren saisonalen Wanderungen die Route. Tauchtiefe 15 bis 35 Meter. Da es kaum lokale Infrastruktur gibt, ist eine Anreise per Liveaboard sinnvoll.

6. Mbike Wreck, Slot Channel

Der Slot Channel — berühmt aus dem Zweiten Weltkrieg als Nachschubtrasse für japanische Streitkräfte — birgt mehrere Versorgungsschiffe in vergleichsweise flachen Tiefen. Die Mbike liegt in 20 bis 28 Metern und ist vollständig mit Weichkorallen überwuchert, sodass sie fast organisch wirkt. Scorpionfische verstecken sich in den rostigen Rahmen, während Glasfisch-Schwärme die Laderäume füllen. Empfohlen für Open-Water-Zertifizierte aufwärts.

7. Uepi Point, Marovo Lagoon

Uepi Point ist ein bekannter Strömungstauchgang an der Ecke der Uepi-Insel, wo zwei Strömungen aufeinandertreffen und eine Fülle an Meeresfrüchten anziehen. Haie, Thunfische und Großbuntbarsche passieren den Punkt in Strömen; an der Wand darunter wachsen Gorgonien von beeindruckender Größe. Tiefe: 10 bis 35 Meter. Strömungstauch-Erfahrung wird empfohlen; die beste Zeit liegt zwischen Mai und Oktober.

8. Leru Cut, Marovo Lagoon

Leru Cut ist ein enger Felsdurchgang, durch den das Wasser bei Gezeit mit erheblichem Druck strömt. Beim Einfahren und Ausfahren schwimmt man durch Wolken aus kleinen Riffischen und kann dabei Weißspitzen-Riffhaien, Riffmantis und gelegentlich sogar Leopardhaien begegnen. Maximale Tiefe nur 18 Meter, aber die Dynamik des Tauchgangs macht ihn anspruchsvoll. Beste Bedingungen bei auflaufendem Wasser; Fortgeschrittene.

9. Kennedy Island, New Georgia

Kennedy Island — bekannt durch John F. Kennedys Überleben nach dem Untergang von PT-109 im Jahr 1943 — umgibt ein intaktes Riffsystem in ruhigem Flachgewässer. Riesige Hirschgeweihkorallen und Laichplätze von Rifffischen machen es zu einem exzellenten Schnorchel- und Anfänger-Tauchplatz. Tiefe bis 12 Meter, Sichtweite gut, Strömung gering. Ein perfekter Einstieg ins Solomon-Tauchen.

10. Sandfly Passage, Florida Islands

Die Sandfly Passage trennt die Florida-Inseln und produziert verlässliche Strömungstauchgänge durch eine von Weichkorallen gesäumte Rinne. Napoleonfische, Schwärme von Karpfenmaul-Schnapper und Riffadler prägen das Bild. Bei starkem Strom werden Taucher förmlich durch den Kanal gespült, was einen langen Drift mit minimalem Paddelaufwand ermöglicht. Tiefe: 5 bis 30 Meter. Fortgeschrittene aufwärts.

Praktische Informationen

Die beste Tauchsaison auf den Salomonen liegt zwischen Mai und Oktober, wenn der Südostpassat für klareres Wasser sorgt und die Niederschläge geringer sind. Die Wassertemperatur bleibt das ganze Jahr konstant warm; ein 3-mm-Neoprenanzug reicht in der Regel aus. Honiara auf Guadalcanal ist der wichtigste Einreisepunkt, Inlandsflüge verbinden die Hauptinsel mit Munda und Gizo. Liveaboard-Operatoren bieten die flexibelste Möglichkeit, die abgelegenen Spots zu erreichen. Taucher sollten lokale Guides beauftragen — sie kennen Gezeiten, Sichtweiten und die besten Einstiege besser als jede Karte. Alle Tauchplätze der Salomonen auf der Karte.